Lyrik
Wieviele Erdbeereise muss der Mensch noch essen,
bevor er endlich einmal sagt, ich bin dafür,
die böse Tat des Beinestellens zu unterlassen
und darf ich irgendwann zurück zu Dir.
Am Ende denk’ ich immer nur an Dich
.. und Deine Hoffnung auf die Wahl zur Spargelkönigin ist hin.
Wer zwanzig Mal dabei war, darf aus Altersgründen nicht mehr kandidieren.
Ich muss das wissen, weil ich schon seit zwanzig Jahren Ex-Spargelkönig bin.
Bitte bleib bei mir
… und der Bücherwand, für die ein halber Wald einmal starb,
schlägt die letzte Stunde bald.
Bring’ den Vorschlaghammer mit
Ich hab’ jetzt Sachen an, die Du nicht magst
und die sind immer grün und blau.
Ob ich wirklich Sport betreibe, interessiert hier keine Sau.
Delmenhorst
Der See, an dem Du stehst, kann sich nicht entscheiden,
ob er umkippen oder einfrier’n soll.
Der weiße Hai
Ein Date mit dem Dalai Lama, ein Apfelsaft morgens um zwei
und eine halbautomatische Waffe ist immer dabei.
Ein Hotdog am Hafen
Wer den deutschen Tiefbau kennt,
kann nicht die Frechheit überseh’n,
mit der die Lüge sich hier eine Schneise fräst.
Finger weg von meiner Paranoia
… und ein Strom unverständlicher Worte
sich über einen ergießt, weil jemand laut im Original
aus dem Buch der Könige liest.
In mondlosen Nächten
… und hör’ mir in Ruhe den Rentner an,
der am Nachbartisch ungefragt schreit,
dass er ’76 schon Punk war
und immer zum Pogo bereit.
Kaffe und Karin
Ich bin der Wischmop für die Tränen
und der alte Hund, der für Dich beißt und bellt.
Mittelpunkt der Welt
Wer nicht schwimmen kann, taucht.
Wer nicht taucht, runter vom Strand.
Kopf aus dem Fenster
Wo die Neurosen wuchern,
will ich Landschaftsgärtner sein.
Straßenbahn des Todes
